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Das Enneagramm-Lexikon

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Überentwickelte und umgewandte Energien

Im System des Enneagramms dienen die Ausdrücke überentwickelt sowie umgewandt dazu, einerseits Merkmale der Ennneagramm-Typen 2, 5 und 8 sowie andererseits Merkmale der Enneagramm-Typen 4, 7 und 1 zu beschreiben, und zwar bezogen darauf, wie Menschen dieser Enneagramm-Muster mit den spezifischen Fähigkeiten ihrer jeweiligen Triade – fühlen, denken, handeln – umgehen.

Im Einzelnen lässt sich Folgendes ausführen:

  • Der Enneagramm-Typ 2 überentwickelt das Fühlen und richtet diese Energie manipulierend auf andere
  • Der Enneagramm-Typ 5 überentwickelt das Denken und richtet diese Energie verbissen suchend auf die Außenwelt
  • Der Enneagramm-Typ 8 überentwickelt das Handeln und richtet diese Energie beherrschend auf andere Menschen und auf sein Lebensumfeld

  • Der Enneagramm-Typ 4 richtet - auf selbstverliebte Weise - sein Fühlen auf seine eigene Person
  • Der Ennegarmm-Typ 7 setzt sein Denken ein, um vielfältige Möglichkeiten zu seiner persönlichen Absicherung zu entwerfen
  • Der Enneagramm-Typ 1 wendet seine aggressiven Abgrenzungsbestrebungen kritisch gegen sich selbst

Der Gesichtspunkt eines überentwickelten Energieeinsatzes bei den Enneagramm-Mustern 2, 5 und 8 einerseits sowie eines umgewandten Energiegebrauchs bei den Enneagramm-Mustern 4, 7 und 1 andererseits lässt sich zudem mit zwei deutlich unterscheidbaren Strategien im Umgang mit Zielen erklären:

  • Die Enneagramm-Typen 2, 5 und 8 befassen sich bei ihren Vorgehensweisen mit der Suche nach Zugängen zu bereits vorhandenen sinnstiftenden Quellen: Sie streben danach, Liebe zu empfangen, Wissen zu erlangen oder Macht zu gewinnen.
  • Die Enneagramm-Typen 4, 7 und 1 bemühen sich je auf ihre Weise um die Kreation eigener sinnstiftender Gegebenheiten: Sie entwickeln aus sich heraus Formen der Selbstzuneigung, des Selbstschutzes und der Selbstbehauptung.

 

Unlust

Unlust ist die Empfindung, der Menschen des Enneagramm-Typs 7 gezielt aus dem Wege zu gehen versuchen. Sie vermeiden alles, was ihnen wenig Spaß oder nur Langeweile zu versprechen erscheint, was sie belasten oder längerfristig binden könnte oder was irgendeine Schmerzempfindung in ihnen auslösen könnte. Damit weicht der Enneagramm-Typ 7 der ihn bedrückenden Wirklichkeit aus, die beinhaltet, dass letzlich alles im Leben der Vergänglichkeit unterworfen ist.

 

Unstetigkeit

Im System des Enneagramms umreißt Unstetigkeit die Leidenschaft des Enneagramm-Typs 7. Mit diesem Ausdruck sind nicht die grundsätzliche Unfähigkeit zur Konzentration oder ein unzureichendes Stehvermögen im Einzelfall gemeint, schon gar nicht pure Oberflächlichkeit. Vielmehr geht es im Enneagramm hinsichtlich der Unstetigkeit um einen Mangel an grundlegender Beständigkeit, dem Fehlen bleibenden Interesses an einem Menschen oder an einem Geschehen, einer Flatterhaftigkeit zwischen vielen attraktiv erscheinenden Möglichkeiten.

 

Unstimmigkeiten

Das Enneagramm gilt als uraltes, mitunter als archetypisch bezeichnetes System zur Erkenntnis und Entfaltung der Persönlichkeit. Nach mutmaßlich langjähriger nur mündlicher Weitergabe stammen erste schriftliche Aufzeichnungen zum Enneagramm etwa aus der Mitte des 20. Jahrhunderts.

Diese Umstände bedingen, dass es in der inzwischen vorliegenden umfangreichen Enneagramm-Literatur einige strukturell voneinander abweichende Varianten nebeneinander gibt und dass insbesondere Fachausdrücke von den einzelnen Enneagramm-Autoren nicht immer einheitlich gebraucht werden. Hierdurch kommt es zu einer Vielzahl von Abweichungen und tatsächlichen oder auch nur scheinbaren Unstimmigkeiten.

Diese Ungereimtheiten lassen sich zumeist auflösen, indem die jeweiligen Ausführungen in der Enneagramm-Literatur zu ihrem inhaltlichen Gehalt hinterfragt werden. Unstimmigkeiten, die danach noch verbleiben, lassen sich oftmals mit Hilfe von allgemein zugänglichen Nachschlagewerken und Wörterbüchern klären, weil die Autoren Ausdrucke benützen, die vom generellen Sprachgebrauch abweichen, etwa aus dem Bereich der Philosophie. Manchmal sind Unstimmigkeiten im Enneagramm auch auf kulturelle Einflüsse aus den unterschiedlichen Herkunftsländern der Autoren oder auf schlichte Übersetzungsfehler zurückzuführen.

 

Untreue

Menschen, die sich dem Enneagramm-Typ 6 zuordnen, vermeiden es in besonderem Maße, einen Eindruck von Untreue - in deren verschiedenen Erscheinungsformen - zu erwecken: etwa als Unzuverlässigkeit bei den Anforderungen des Alltags, als unredliches Geschäftsgebaren im Wirtschaftsleben, als menschliche Enttäuschungen im familiären Bereich, im Freundeskreis oder in sonstigen Gemeinschaften. Sie geben damit einem unausgesprochenen Hang nach, der darin besteht, bei anderen Menschen und Institutionen Anlehnung und Protektion zu suchen, die sie meinen dort abfordern zu können.

 

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