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Grundsätzliche Gedanken zum Enneagramm:

Die symbolischen Inhalte der Grafik des Enneagramms

Wenn jemand sich mit dem Enneagramm befasst, so stellt er fast immer auf das System als Ganzes ab, also sowohl auf die Zeichnung als auch auf die üblichen Bezeichnungen der neun Enneagramm-Muster. Dabei kommt die enge Verknüpfung beider Komponenten über die Sprache als spezifisch menschlicher Fähigkeit zum Ausdruck, sei es auf rein gedankliche, intrapersonale Weise oder im zwischenmenschlichen Austausch, im Gespräch.

 

Gleichwohl gibt es keinen Hinderungsgrund, die grafische Darstellung des Enneagramms auch unabhängig von den neun Persönlichkeitsmustern zu betrachten und dabei gezielt auf die symbolischen Inhalte der einzelnen Elemente dieser Zeichnung abzustellen. Dies bringt den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass diese Elemente mit Leben erfüllt und bei jedwedem Umgang mit dem System des Enneagramms in ihrer Bedeutung gewürdigt werden können.

Nach den Erkenntnissen in der Enneagramm-Literatur entstand die Grafik des Enneagramms unabhängig von dem durch Oscar Ichazo mit ihr verbundenen Persönlichkeitsmodell. Sie ist somit losgelöst von den üblichen Bezeichnungen der neun Enneagramm-Muster.betrachtbar. Im einzelnen enthält die Zeichnung drei grundlegende Elemente mit folgenden Bedeutungen:

· Die Kreislinie

Der Kreis umgreift alle anderen zeichnerischen Bestandteile des Enneagramms. In der Geschlossenheit des Kreisbogens kommt zum Ausdruck, dass alle Gegebenheiten in der Welt - im Kosmos, auf der Erde, im zwischenmenschlichen Geschehen, intrapersonell - letztlich miteinander in Verbindung stehen, zusammengehörig sind. Der Kreis erinnert an die ständige Abfolge von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In seiner Abgerundetheit klingen zugleich die Dauerhaftigkeit im großen Gefüge der Welt als auch die Vergänglichkeit im kleinen Lebensumfeld an. Er umfasst alles - zugleich schützend nach innen als auch abgrenzend gegen das äußere Nichts.

· Das gleichseitige Dreieck

Das Dreieck im Kreisinneren deutet hin auf die Balance, an die den natürlichen Vorgängen innewohnende stete Tendenz zum Ausgleich und zu selbsterhaltenden Entwicklungen, in welchen Zeiträumen auch immer dieser Ausgleich sich vollziehen mag. Die Dreiecksverbindung weist hin auf die immanente Stabilität zunächst einfacher Strukturen, die zur Erhaltung ihres inneren Gleichgewichts allseits gleichmäßiges Wachstum benötigen. Das Dreieck erinnert an das Ruhen in sich selbst, an die Konzentration auf das Wesentliche und die Abkehr von überflüssigem Ballast.

· Das unregelmäßige Sechseck

Im unregelmäßigen Sechseck als Element der Zeichnung des Enneagramms kommt der ständige Wandel in der Welt zum Ausdruck, das lebendige, vielfältigen Einflüssen unterworfene immerwährende Geschehen. Gerade mit seiner Unregelmäßigkeit betont das Sechseck die mitunter überraschende Sprunghaftigkeit des Lebens, seine im wahrsten Sinne des Wortes lebendige Unberechenbarkeit, die jedoch keineswegs die Möglichkeit einer Rückkehr zu bereits berührten Positionen und zur Wiederholung von Abläufen ausschließt. Das Sechseck deutet mit seinen Überschneidungen hin auf die vielfachen Gelegenheiten im Leben sowohl zu Verstrickungen als auch zu ungewöhnlichen Entwicklungen.

Hinsichtlich ihres Symbolgehaltes stehen diese drei Elemente der grafischen Darstellung des Enneagramms auf gleicher Stufe. Diese ebenbürtige Wertigkeit findet ihren zeichnerischen Ausdruck darin, dass Balance und Wechsel - Dreieck und Sechseck - einander vielfach kreuzen und durchdringen, zugleich beide im selben Umkreis stehen, der sie berührt und begrenzt, der ohne sie aber nur Leere in seinem Inneren aufweisen würde.

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